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Öffentlichkeitsarbeit Allgemein

Sicherheitssprecher der Landtagsparteien zu Besuch im LFK OÖ

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Die Sicherheitssprecher aller im Oö. Landtag vertretenen Parteien informierten sich im LFK OÖ über Strukturen, Aufgaben und aktuelle Herausforderungen des Feuerwehrwesens.

Organisiert von LAbg Wolfgang Stanek wurden die Sicherheitssprecher ins LFK eingeladen, um sich über eine der größten Sicherheitsorganisatonen in Oberösterreich näher zu informieren. Ziel des Besuchs war es, die vielfältigen Strukturen und Aufgaben des Feuerwehrwesens darzustellen und zugleich auf aktuelle sowie zukünftige Herausforderungen einzugehen. Der persönliche Dialog spielte dabei eine zentrale Rolle, da er es ermöglicht, Anliegen direkt anzusprechen und einen umfassenden Einblick in das komplexe System Feuerwehr zu gewinnen. Seitens der politischen Vertreter wurde dieses Angebot mit großem Interesse angenommen.

Informativer und spannender Themenbogen

Im Mittelpunkt der Gespräche standen insbesondere die vielfältigen Aufgabenbereiche der oberösterreichischen Feuerwehren sowie die strategische und organisatorische Rolle des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes. Dabei wurde deutlich, dass die Feuerwehren nicht nur ein unverzichtbarer Bestandteil der Sicherheitsstruktur des Landes sind, sondern laufend vor neuen Herausforderungen stehen, die eine vorausschauende Weiterentwicklung erfordern.

  • Von besonderer Bedeutung war das Thema Freiwilligenmanagement, das als eine der entscheidenden Zukunftsfragen für das Feuerwehrwesen diskutiert wurde. Die Sicherstellung der langfristigen personellen Einsatzfähigkeit erfordert eine kontinuierliche und intensive Auseinandersetzung mit dieser Thematik. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen ist es notwendig, die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement weiterhin attraktiv zu gestalten und das Ehrenamt nachhaltig zu stärken.
  • Ebenso wurden die Aufgaben und die Rolle des Freiwilligenrates ausführlich behandelt. Dieser stellt eine wichtige Plattform dar, um Anliegen der Mitglieder zu bündeln, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und aktiv an der Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens sowie anderer freiwilliger Organisationen mitzuwirken.
  • Auf die Feuerwehrjugend wurde besonders Wert gelegt. Sie ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der Nachwuchsarbeit, sondern auch ein Garant dafür, dass die Feuerwehren langfristig auf motivierte und gut ausgebildete Mitglieder zählen können. Jugendgruppen und Jugendbetreuer leisten dabei einen wertvollen Beitrag zur Gemeinschaft, zur Wertevermittlung und zur Ausbildung kommender Generationen aktiver Feuerwehrmitglieder.
  • Ein weiterer Schwerpunkt wurde auf die Weiterentwicklung der Einsatz- und Schlagkraftplanung gelegt. Ziel des Oö. LFV ist es, die bewährte hohe Einsatzbereitschaft der oberösterreichischen Feuerwehren auch künftig sicherzustellen und gleichzeitig auf neue Anforderungen – etwa durch klimabedingte Extremwetterereignisse, steigende Beschaffungskosten oder komplexere technische Hilfeleistungen – rasch und wirkungsvoll reagieren zu können. Dabei spielt eine strukturierte Planung von Standorten, Finanzmittel, Ressourcen und Einsatzmitteln eine entscheidende Rolle. Auf großes Interesse stieß hier die Information zum neuen Fahrzeugmodell OÖ. Dieses Modell , mit standardisierten Fahrzeugen zu planbaren Fixpreisen, stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Fahrzeugbeschaffung landesweit wirtschaftlicher, transparenter und einheitlicher zu gestalten – sowohl für die Feuerwehren als auch für die Gemeinden.
  • Die Sicherheitssprecher erhielten außerdem Einblicke in die Ausbildung an der Oö. Landes-Feuerwehrschule, mit einem Lehrgangsbesuch. Über 17.000 Feuerwehrmitglieder nehmen sich jedes Jahr die Zeit, um sich dort freiwillig und in ihrer Freizeit aus- und weiterzubilden. Diese Ausbildungen sind essenziell um auf dem Stand der Zeit und Technik zu bleiben. Aber nicht nur die Technik ist entscheidend: es sind auch Verantwortungsträger in Führungspositionen, die hier ihre Ausbildung in Anspruch nehmen.
  • Auch ein Besuch in der Landeswarnzentrale ermöglichte einen besonderen Einblick in das Herzstück der Alarmierung. Die Landeswarnzentrale stellt die Funktionsfähigkeit und Weiterentwicklung des gesamten Alarmierungssystems in Oberösterreich sicher, wie z.B. das Einsatzleitsystem. Sie ist dabei nicht nur für die Alarmierung der oberösterreichischen Feuerwehren zuständig, sondern übernimmt diese Aufgabe auch für die Wasserrettung sowie für Behörden. Neben der Alarmierung übernimmt sie auch zentrale Aufgaben wie die Datenbankpflege, die Erstellung und Wartung von Alarmplänen sowie die laufende Erweiterung und Modernisierung des Systems.

Der Besuch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch ist. In offenen und konstruktiven Gesprächen konnten wir aktuelle Herausforderungen im Feuerwehr- und Sicherheitswesen klar ansprechen. Dieser Dialog auf Augenhöhe ist eine wesentliche Grundlage, um gemeinsam tragfähige Lösungen für die Sicherheit der Bevölkerung und die notwendigen Rahmenbedingungen für das Feuerwehrwesen zu entwickeln.